Einführung
Wenn du deine Produktion oder auch nur einzelne Prozessschritte der Produktion an externe Dienstleister, auslagern möchtest, hilft dir Xentral den Überblick zu bewahren und die Warenbewegungen transparent abzubilden.
Tipp
Exkurs: Was versteht man unter verlängerter Werkbank?
Die verlängerte Werkbank bedeutet, dass du Teile deiner Produktion an externe Firmen oder Standorte auslagerst, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Du behältst die Kontrolle über Design, Qualität und Endmontage, während standardisierte / einfache Produktionsschritte extern durchgeführt werden. Dies ermöglicht dir, Kosten zu reduzieren, flexibel zu bleiben und dich auf deine Kernkompetenzen zu konzentrieren.
Abweichend zu einer normalen Bestellung, mit der du einfach nur Artikel nach Katalog / nach Zeichnung / nach Spezifikation bestellst, stellst du bei der verlängerten Werkbank Material an den durchführenden Dienstleister bei. Es kann sich dabei um das gesamte für die Stückliste benötigte Material oder nur um einzelne Komponenten handeln.
Anwendungsbeispiel
Ein Hersteller erzeugt in seinem Werk verschiedene Fruchtgummi-Sorten in Mini-Verpackungen. Die Konfektionierung dieser kleinen Päckchen in Adventskalender, wird an einen spezialisierten Verpackungsdienstleister ausgelagert.
Stammdaten
Eine generelle Übersicht zur Anlage der Artikel für die Produktion findest du unter Einrichtung & Stammdaten. In den folgenden Abschnitten ist beschrieben, wie die o. g. Artikelarten für die Externe Produktion genau konfiguriert werden müssen.
Um eine externe Produktion veranlassen zu können, brauchst du bei den Stammdaten folgende Artikelarten:
Dienstleistungsartikel: Artikel, der die durch den externen Anbieter durchzuführende Tätigkeit definiert
Beistellungsartikel: Artikel, die von deiner Firma an den externen Dienstleister gesendet werden, damit dieser die Tätigkeit durchführen kann
Stückliste: Artikel mit Stückliste, die sowohl den Dienstleistungsartikel als auch die Beistellungsartikel beinhaltet
Dienstleistungsartikel
Richte den Dienstleistungsartikel so ein:
Artikel > Details
Name und Nummer des Artikels: Dienstleister als Standardlieferant eintragen
Artikel Optionen: Lagerartikel deaktivieren
Sonstige Einstellungen: Dienstleistung aktivieren
Artikel > Einkauf
Füge den Einkaufspreis ein, den du für die Dienstleistung an den Lieferanten zahlst:
Beistellungsartikel
Nimm für die Beistellungsartikel folgende Einstellungen vor:
Artikel > Details
Stücklistenartikel
Der Stücklistenartikel ist das fertige Gut, das du von deinem Dienstleister nach der externen Produktion zurückerhälst. Ihn konfigurierst du so:
Artikel > Details
Name und Nummer des Artikels: Dienstleister als Standardlieferant eintragen
Artikel Optionen: Lagerartikel aktivieren
Sonstige Einstellungen:
Artikel > Stückliste
Füge sowohl Dienstleistungs- als auch alle Beistellungsartikel in die Stückliste ein.
Die Art wählst du beim Einfügen einer neuen Position aus:
Einrichtung
Wenn du die externe Produktion nutzt, empfehlen wir, die Produktionskorrektur aktiv zu haben. Beachte dazu die Angaben zur Produktionseinrichtung, dort insbesondere Punkt (4).
Produktion anlegen
Nachdem die Stammdaten angelegt sind, läuft der Workflow bei der externen Produktion wie folgt ab:
Produktion anlegen und freigeben
Die Anlage und Freigabe der Produktion erfolgt bei der externen Produktion exakt wie bei jeder anderen auch. Orientiere dich dabei einfach an dieser Anleitung. Die Produktionspositionen könnten zum Beispiel so aussehen:
Externe Produktionsschritte anlegen
Nachdem du die Produktion angelegt und freigegeben hast, veranlasst du nun die externen Produktionsschritte. Öffne dafür den Reiter Protokoll der entsprechenden Produktion. Klicke dort auf anlegen:
Die folgende Maske zeigt dir im oberen Teil das vom Dienstleister zu erzeugende Produkt - hier der bestückte Adventskalender - mit der durchzuführenden Dienstleistung und allen beizustellenden Materialien. Im unteren Teil der Maske legst du
mit der Angabe in Bereich (1) eine Bestellung über die Dienstleistung an und
mit der Auswahl in Bereich (2) einen Verkaufsauftrag, mit dem du das beizustellende Material an den Lieferanten senden kannst:
Beide Belege werden nach der Bestätigung mit Ok angelegt. Durch Klick auf ENTWURF kannst du die Belege öffnen, bei Bedarf anpassen / ergänzen und schließlich freigeben und versenden:
Der Auftrag dient dem Versand des beizustellenden Materials an den Lieferanten und du kannst deinen Standard-Prozess für ausgehende Ware nutzen: Entweder über das Versandzentrum oder als Weiterführung des Auftrags in einen Lieferschein.
Wareneingang
Sobald die bearbeiteten Waren von deinem Dienstleister zurückkommen, müssen die Produktion und die Bestellung abgeschlossen werden.
Anmerkung
Beachte, dass du einen der Vorgänge - Produktion oder Bestellung - ohne Warenbuchung abschließt, damit die Zubuchung ans Lager nicht doppelt erfolgt. Wir empfehlen, den Warenzugang über die Produktion zu erfassen und die Bestellung ohne Buchung abzuschließen.
Produktion abschließen
Öffne die Produktion und wechsele zum Reiter Abschluss. Klicke dort auf Einlagern + Produktion abschließen, um zum Abschlussdialog zu gelangen:
Buche den Zugang mit Klick auf *Korrektur jetzt durchführe*n:
Bestellung abschließen
Öffne die Bestellung und wähle Bestellung abschließen im Aktionsmenü:
Bestätige abschließend die Meldung:
